Christoph Strässer

07.12.2016

„Optionspflicht stellt Integrationshemmnis dar“ - Strässer und von Olberg kritisieren Parteitagsbeschluss der CDU

Christoph Strässer und Robert von Olberg_PrinzipalmarktChristoph Strässer MdB zusammen mit dem Bundestagskandidaten der SPD Münster, Robert von Olberg (Foto: Pat Röhring)

Münsters Bundestagsabgeordneter Christoph Strässer und Robert von Olberg, Vorsitzender der SPD Münster und Kandidat für die Bundestagswahl 2017, reagieren mit Unverständnis auf den Parteitagsbeschluss der CDU, die geltende Regelung zur doppelten Staatsbürgerschaft rückgängig zu machen. Durch die Wiedereinführung der sogenannten Optionspflicht müssten sich Jugendliche, die schon seit ihrer Geburt oder seit vielen Jahren in Deutschland leben, bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres für eine ihrer beiden Staatsangehörigkeiten entscheiden. „Diese Optionspflicht führt nicht etwa zu mehr Loyalität zu Deutschland, wie es sich die CDU wünscht, sondern stellt im Gegenteil ein enormes Integrationshemmnis dar“, kritisieren Strässer und von Olberg. Die SPD hatte sich daher bereits in den Koalitionsverhandlungen zu Beginn der Legislaturperiode für die Abschaffung der Optionspflicht stark gemacht und diese dann im Jahr 2014 auch im Rahmen der Koalition umgesetzt. 

 

„Integration beginnt und endet nicht mit dem deutschen Pass, sondern ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft“, so Christoph Strässer. „Das Votum des CDU Parteitages ist ein klares Zeichen gegen die vielen Menschen in unserem Land, die eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzen und voll und ganz hinter unserem Grundgesetz stehen“, findet auch Robert von Olberg. „Die Regelung der doppelten Staatsangehörigkeit hilft über 500.000 Jugendlichen, die deshalb nicht mehr gezwungen sind, sich entscheiden zu müssen.“