Christoph Strässer

04.06.2016

„Jeder sollte sich Gedanken machen“ - Christoph Strässer zum Tag der Organspende

Organspende 2016Christoph Strässer MdB, seit Jahren im Besitz eines Organspendeausweises

„Das Wichtigste ist, dass für die ÄrztInnen und Angehörigen Klarheit darüber besteht, wie die Betroffenen zur Organspende stehen“, betont Münsters Bundestagsabgeordneter Christoph Strässer anlässlich des heutigen Tages der Organspende. „Jeder sollte sich Gedanken machen und seinen Willen auf einem Organspendeausweis bekunden.“ Nach Erhebungen der Deutschen Stiftung Organspende (DSO) kann nur bei ca. 40% der Fälle auf einen vorher bekundeten Willen des potentiell Spendenden zurückgegriffen werden. Häufiger muss der Wille vermutet werden oder Angehörige gefragt werden.

 

„Nach wie vor ist die Bereitschaft zur Organspende in der Bevölkerung gering. Das bedaure ich sehr“, führt Strässer weiter aus. „Nach Skandalen in den letzten Jahren wird das Vertrauen der Menschen nur langsam wieder aufgebaut“. Strässer, selbst seit Jahren im Besitz eines Organspendeausweises, wirbt auch in Münster im Rahmen der Initiative „No Panic für Organic“ regelmäßig für die Organspende.

„Mit dem Transplantationsregistergesetz wollen wir künftig noch mehr dafür tun, um eine bessere Koordinierung und damit auch eine stärkere Kontrolle im gesamten Bundesgebiet über die Spenderinnen und Spender, Organe sowie über die Empfängerinnen und Empfänger zu erhalten.“ Die Zahl der Organspenderinnen und -spender ist im letzten Jahr auf einen neuen Tiefstand gesunken.

 

Der Tag der Organspende findet seit 1983 jährlich am ersten Samstag im Juni statt, um für das Thema zu sensibilisieren und mehr Menschen auf die Möglichkeit eines Spendeausweises aufmerksam zu machen. Ausweise zum Download gibt es z.B. unter www.organspende-info.de/organspendeausweis/erstellen.