Christoph Strässer

13.11.2015

Menschenrechtsbeauftragter begrüßt Entlassung von Arif Yunusov in den Hausarrest als ersten Schritt in die richtige Richtung

"Die gestrige Entscheidung eines Berufungsgerichts in Baku, Arif Yunusov aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes bis zum Ende des Berufungsverfahrens Haftverschonung zu gewähren, ist eine wichtige humanitäre Geste und ein erster Schritt in die richtige Richtung. Ich hoffe, dass bald weitere Schritte folgen werden“, erklärt Christoph Strässer, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe. „Dies gilt insbesondere für Yunosovs ebenfalls inhaftierte Ehefrau Leyla: Auch ihr Gesundheitszustand ist Anlass zu großer Sorge; sie benötigt dringend eine Operation. Die Bundesregierung wird das Gerichtsverfahren gegen das Ehepaar Yunus wie auch gegen andere inhaftierte Menschenrechtsverteidiger in Aserbaidschan weiterhin aufmerksam verfolgen." Hintergrund Ein Berufungsgericht in Baku hat gestern die Entlassung des aserbaidschanischen Menschenrechtlers Arif Yunusov in den Hausarrest verfügt. Als Grund wurde Yunusovs schlechter Gesundheitszustand genannt. Leyla Yunus und Arif Yunusov waren Ende Juli 2014 gemeinsam mit anderen prominenten Menschenrechtlern wegen des Vorwurfs der Spionage, Steuerhinterziehung sowie Verstöße gegen die NGO-Gesetzgebung verhaftet worden. Am 13. August wurden sie erstinstanzlich von einem Gericht in Baku zu achteinhalb bzw. sieben Jahren Haft verurteilt. Leyla Yunus, Direktorin des Institute of Peace and Democracy, und ihr Ehemann Arif Yunusov haben sich mit großem Engagement für die Verbesserung der Menschenrechtslage, für mehr Demokratie sowie für einen stärkeren Dialog - im inneren wie auch im Verhältnis zu Armenien - eingesetzt.