Christoph Strässer

13.11.2015

Bundesförderung für MAMBA auch nach 2015

„Eine schnelle Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt hilft den betroffenen Menschen und entlastet zugleich die öffentliche Hand. Außerdem wird die angespannte Fachkräftesituation entschärft“, so die SPD-Bundestagsabgeordneten Christoph Strässer (Münster) und Bernhard Daldrup (Warendorf). Mit dem Modellprojekt „Early Intervention“ wurde deshalb seit dem 1.1.2014 ein Ansatz zur frühzeitigen Aktivierung und individuellen Unterstützung arbeitssuchender Flüchtlinge erprobt. Das betroffene Projekt MAMBA der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender (GGUA) in Münster und im Münsterland wird seine Arbeit aller Voraussicht nach im kommenden Jahr fortsetzen können. Ursächlich hierfür waren intensive Bemühungen der SPD-Politiker gegenüber dem Arbeits- und Sozialministerium sowie den zuständigen Haushaltsgremien des Bundestages. Wegbrechende Mittel aus dem Europäischen Strukturfond hatten in NRW die Fortexistenz einer Reihe von Weiterbildungsnetzwerken gefährdet. Am gestrigen Donnerstag hat der Haushaltsausschuss des Bundestages die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der Bund diese fehlenden Mittel nunmehr ausgleichen wird. Da das Projekt MAMBA alle notwendigen Punkte der Förderungswürdigkeit erfüllt, ist davon auszugehen, dass vorbehaltlich der endgültigen Zustimmung des Parlamentes die Fortexistenz des Projektes gesichert werden kann. Das Projekt MAMBA, bei dem Handwerkskammer, Jobcenter, Jugendausbildungszentrum, Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung sowie die Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender ein Unterstützungs- und Beratungsnetzwerk bilden, hat seit Ende 2008 im ganzen Münsterland rund 600 Arbeitssuchende Migrantinnen und Migranten unterstützt – beispielsweise bei der Anerkennung ausländischer Schulabschlüsse. Etwa die Hälfte dieser Personen konnte in Beschäftigung, Selbstständigkeit oder Qualifizierung weitervermittelt werden. „Ein Erfolgsprojekt wie MAMBA wird heute mehr denn je gebraucht. Flüchtlinge und Asylsuchende müssen möglichst schnell in Arbeit vermittelt werden, damit Integration gelingt“, so Strässer und Daldrup zu Abschluss.