Christoph Strässer

09.09.2015

Expertentreffen zum Humanitären Weltgipfel am 9. September 2015 in Berlin

„Die dramatische Lage der Flüchtlinge zeigt uns mit welcher Dringlichkeit sich die Welt humanitären Fragen stellen muss“, erklärt Christoph Strässer anlässlich der Eröffnung des Expertenttreffens zum Humanitären Weltgipfel. „Zudem ist in den letzten Jahren der weltweite Bedarf an humanitären Hilfsleistungen weiter angestiegen und hat sich seit 2012 auf 20 Milliarden US-Dollar allein für 2015 verdoppelt.“ Auf Initiative des Generalsekretärs der Vereinten Nationen findet im Mai 2016 in Istanbul erstmals ein Humanitärer Weltgipfel (WHS) statt. „Staaten und Zivilgesellschaft kommen dabei mit dem Ziel zusammen, innovative Wege und Möglichkeiten zu finden, um die humanitären Bedürfnisse in einer sich schnell verändernden Welt zu bewältigen“, so der Beauftragte für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe weiter. „Deutschland ist einer der größten Geber und Vorreiter für innovative Humanitäre Hilfe.“ Der Humanitäre Weltgipfel (Englisch: World Humanitarian Summit) soll das Bekenntnis zum globalen humanitären Engagement fortsetzen und verstärken, um von Krisen und Katastrophen betroffenen Menschen neue Perspektiven zu geben. Deutschland unterstützt den Weltgipfel von Beginn an intensiv auf inhaltlicher und finanzieller Ebene und setzt sich seit langem für einen Paradigmenwechsel in der Humanitären Hilfe ein – hin zu vorausschauender Hilfe, die Betroffene in Krisengebieten stärkt und befähigt (sog. „Preparedness-Initiative“). An dem dreitägigen Expertentreffen werden 120 Experten aus aller Welt erwartet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in Berlin die Ergebnisse des Konsultationsprozesses zusammenführen und Empfehlungen für den Weltgipfel erarbeiten. Dieser Entwurf wird auch Grundlage für den Bericht des VN-Generalsekretärs an den Weltgipfel sein.