Christoph Strässer

06.09.2015

Flüchtlinge mit der Fähre nach Europa holen:

„Angesichts der immer neuen Schreckensmeldungen von Flüchtlingen, die auf dem Weg nach Europa ums Leben kommen, sind wir der Ansicht, dass Europa in seiner Flüchtlingspolitik umdenken und neue Wege beschreiten muss“, erklärt Christoph Strässer, Bundestagsabgeordneter für Münster. Sigmar Gabriel, Vorsitzender der SPD, hatte in dieser Woche vorgeschlagen, dass syrische Flüchtlinge mit einer Fähre nach Europa geholt werden könnten, um ihnen den gefährlichen Weg über das Mittelmeer zu ersparen. „Die Anerkennungsquote für Flüchtlinge aus Syrien liegt bei fast 100%. Das bedeutet, dass fast alle Menschen aus Syrien, die hier bei uns einen Asylantrag stellen, diesen auch genehmigt bekommen“, betont Christoph Strässer, „es würden somit nur Personen nach Europa geholt, deren Asylantrag sowieso mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit genehmigt wird.“ „In ihrer Verzweiflung sehen sich viele vor dem Krieg in Syrien Geflüchtete dazu gezwungen, die Dienste von sogenannten Schleppern in Anspruch zu nehmen und sich auf die gefährliche Reise über das Mittelmeer zu begeben", erklärt Robert von Olberg, Vorsitzender der SPD Münster. "Legale Einreisemöglichkeiten gibt es für viele nicht. Die SPD Münster fordert seit langem die Schaffung von besseren legalen Einreisemöglichkeiten nach Europa“, so von Olberg, „wir freuen uns daher darüber, dass nun ein Vorschlag im Raum steht, der den Menschen eine echte Alternative bietet.“ "Wir erleben momentan die größte Flüchtlingsbewegung seit dem zweiten Weltkrieg“, erklärt Strässer, „angesichts der steigenden Zahlen müssen wir unser Asylsystem insgesamt daraufhin überprüfen, ob es noch angemessen funktioniert und den momentanen Anforderungen entspricht.“​