Christoph Strässer

17.07.2015

Strässer stimmt mit „Ja“

Am heutigen Freitag stimmt der Bundestag über die Aufnahme von Verhandlungen über weitere Finanzhilfen für Griechenland ab. Münsters Bundestagsabgeordneter Christoph Strässer kündigte bereits im Vorfeld an, mit „Ja“ stimmen zu wollen. „Das griechische Parlament hat dem verhandelten Kompromiss am Mittwoch zugestimmt“, so Strässer, „jetzt ist der Deutsche Bundestag an der Reihe, seine Zustimmung zu weiteren Verhandlungen und Finanzhilfen zu geben.“ Das vorliegende Verhandlungsergebnis stelle keine optimale Lösung dar. Vor allem habe Griechenland harte Auflagen zu erfüllen und werde in seiner Souveränität künftig noch stärker als bisher eingeschränkt, findet der Sozialdemokrat. „Dennoch muss der Weg für weitere Finanzhilfen jetzt schnellstmöglich freigemacht werden. Ein sogenannter ‚Grexit’, ein Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsunion, darf in einem Europa, das auf dem Prinzip der Solidarität fußt, keine Option sein“, erklärt Strässer. Für den Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung ist klar, dass die Politik vor allem am Wohl der Menschen orientiert sein muss. „Die harten Sparmaßnahmen der letzten Jahre sind in erster Linie zu Lasten der griechischen Bevölkerung erfolgt und haben die Wirtschaft nicht wieder in Gang bringen können“, so der Münsteraner. „Um für Griechenland und die in Griechenland lebenden Menschen eine zukunftsfähige Perspektive zu schaffen, wünsche ich mir daher ein stärkeres Umdenken und die Erarbeitung einer auf längere Zeit angelegten Strategie“, erklärt Strässer. Auch das Thema Schuldenschnitt könne dabei kein Tabu sein.