Christoph Strässer

07.05.2015

SPD-Münsterlandabgeordnete lehnen Fracking ab

Die SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Münsterland sprechen sich gegen Fracking als Methode zur Gasförderung aus: „Wir streben ein klares Verbot der Risikotechnologie Fracking an, weil die Risiken nicht zu kalkulieren sind. Auch der Großteil der Menschen im Münsterland will kein Fracking.“ Dies erklärten Ingrid Arndt-Brauer, Ursula Schulte, Bernhard Daldrup, Ulrich Hampel und Christoph Strässer kurz vor der ersten Lesung des Gesetzesentwurfes im Plenum des Bundestages. Wir benötigen dringend ein Gesetz, das Fracking verhindert, denn nach gegenwärtiger Rechtslage ist das Fracken grundsätzlich erlaubt. Das heißt, wenn eine Landesregierung sich für das Fracking ausspricht, dann dürfen Unternehmen fracken – so geschehen in Niedersachsen. Was die schwarz-gelbe Vorgängerregierung nicht geschafft hat, wird nun endlich in Angriff genommen. Die Abgeordneten begrüßen daher den im jetzt vorliegenden Gesetzesentwurf geplanten umfassenden Schutz von Gesundheit und Trinkwasser und die Pflicht von Umweltverträglichkeitsprüfungen. Im weiteren Prozess wollen sich die fünf SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Münsterland dafür einsetzen, dass ein Frackingverbot durch vermeintliche Probebohrungen nicht unterlaufen wird. Ebenfalls lehnen die fünf Abgeordneten die von der CDU/CSU gewünschte Expertenkommission, die im Einzelfall Frackingvorhaben genehmigen soll, ab. „Solche Entscheidungen müssen im Bundestag getroffen werden“, so die SPD-Abgeordneten. Fracking ist ein Thema, dass die Menschen im Münsterland bewegt. Erst vor zwei Monaten hatte auch die SPD-Fraktion im Regionalrat eine konsequente Hinwendung zu erneuerbaren Energien als zukunftsträchtigerer Option der Energiegewinnung im Münsterland betont.