Christoph Strässer

03.05.2015

Strässer zum Internationalen Tag der Pressefreiheit

Christoph Strässer, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, erklärt zum Internationalen Tag der Pressefreiheit: "Zum heutigen Tag möchte ich an die überragende Bedeutung der Pressefreiheit weltweit erinnern. Sie ist ein international verbürgtes Menschenrecht und Grundbedingung für ein offenes und transparentes Gemeinwesen. Ohne Pressefreiheit ist die Demokratie nicht vorstellbar. Und auch die Pressefreiheit hat Vorbedingungen. Quellenschutz und vertrauliche Kommunikation gehören dazu. Die Bundesregierung setzt sich auch aus diesem Grund für den Schutz des Rechts auf Privatheit in der digitalen Welt ein. Am Internationalen Tag der Pressefreiheit denke ich insbesondere an die vielen Journalistinnen und Journalisten, die in vielen Teilen der Welt Leib und Leben riskieren. Diese mutigen Menschen machen nicht nur von ihrer Freiheit und ihren Menschenrechten Gebrauch. Mit ihrem Eintreten für Wahrheit und Wahrhaftigkeit erweisen sie ihren Gesellschaften auch unschätzbare Dienste. Daher sehe ich mit großer Sorge den erschreckenden Trend zu mehr Gewalttätigkeit gegenüber Journalistinnen und Journalisten. Immer mehr von Ihnen werden in Ausübung ihrer Arbeit getötet. Nicht selten werden sie Opfer gezielter Anschläge derer, die die freie Presse fürchten und zum Schweigen bringen wollen. Die Bundesregierung wird sich auch weiter mit ganzer Kraft für die Gewähr der Pressefreiheit und gegen Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten weltweit einsetzen."