Christoph Strässer

22.04.2015

Gute Aussichten für Bahnstrecke Münster-Lünen

Am gestrigen Dienstag traf eine Kommission aus dem Münsterland, bestehend aus örtlichen Bundestagsabgeordneten sowie Vertretern der IHK Nord Westfalen mit den Spitzen der Deutschen Bahn und des Bundesverkehrsministeriums zusammen, um über den Ausbau der Bahnstrecke Münster-Lünen zu sprechen. Der zuständige Parlamentarische Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums Enak Ferlemann begrüßte die Münsterländer Bundestagsabgeordneten Christoph Strässer, Reinhold Sendker, Sybille Benning und Karl Schiewerling. Teilgenommen haben neben den Abgeordneten auch Dr. Benedikt Hüffer und Joachim Brendel von der IHK Nord Westfalen sowie der Geschäftsführer des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe Burkhard Bastisch und der ZVM-Geschäftsführer Michael Geuckler. Von Seiten der Deutschen Bahn nahmen an dem Gespräch der DB-Generalbevollmächtigte Ronald Pofalla, sowie die Konzernbevollmächtigten Reiner Latsch und Ingulf Leuschel teil. Kernanliegen der Münsterländer Abgeordneten war der zweigleisige Ausbau der Schienenverbindung zwischen Münster und Lünen. So wiesen die Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik darauf hin, dass schon bei Inbetriebnahme der Strecke im Jahr 1928 eine Zweigleisigkeit vorgesehen und angelegt wurde. Mit Blick auf den Rhein-Ruhr-Express, der mit einem Arm auch nach Münster geführt werden soll, ist ein Ausbau der Strecke dringend erforderlich. Hierzu hat sich das Land NRW schon 2008 zur Vorfinanzierung der Planungen bereit erklärt. Seit 2012 sind die Vorplanungen abgeschlossen. Die Delegation aus dem Münsterland machte die Notwendigkeit des Ausbaus deutlich. So wiesen die Abgeordneten darauf hin, dass für die anstehende Bedarfsplanüberprüfung auch die Gütertransporte auf der Strecke eingerechnet werden müssten. Von Seiten der IHK wies Präsident Dr. Hüffer auf das Wachstumspotential in der Region Münster hin: „Während landesweit bis 2030 mit einem Bevölkerungsrückgang von 3,3 Prozent zu rechnen ist, wird für Münster ein Bevölkerungszuwachs von über 10 Prozent prognostiziert. Diese Boomregion darf nicht abgekoppelt werden“, so IHK-Präsident Hüffer. Ronald Pofalla ging auf die Argumente aus der Region ein und zeigte sich zuversichtlich, dass eine Priorisierung der Strecke Münster - Lünen erreicht werden könne. Damit kann die Bahn dann nach der Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplanes und der entsprechenden Ausbaugesetze im Jahr 2016 in die nächsten Planungsstufen einsteigen. Christoph Strässer zeigte sich zum Ende des Gespräches erfreut: „Die Vertreter der Bahn haben sich heute eindeutig positioniert und Gerüchte über die Prüfung einer Alternativroute entkräftet. Das sind gute Nachrichten für Münster und die gesamte Region!“