Christoph Strässer

12.03.2015

Strässer reist nach Japan zur Weltkonferenz der Vereinten Nationen zur Risikoreduzierung von Katastrophen

Christoph Strässer, Bundestagsabgeordneter für Münster und Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, reist vom 14. bis 18. März im Anschluss an einen fünftätigen Aufenthalt in Pakistan weiter nach Sendai in Japan zur 3. Weltkonferenz der Vereinten Nationen zur Risikoreduzierung von Katastrophen. Gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Thomas Silberhorn, leitet Strässer die deutsche Delegation. „Naturkatastrophen wie Dürren, Fluten, Erdbeben und Stürme verursachen jährlich sehr große Schäden. Allein in den vergangenen zehn Jahren haben rund 1 Million Menschen aufgrund von Naturkatastrophen ihr Leben verloren. Jährlich entstehen bis zu 270 Milliarden Euro an wirtschaftlichen Schäden“, erklärt Strässer. „Der Klimawandel erhöht dieses Risiko noch weiter. In den letzten zwanzig Jahren haben sich Naturkatastrophen bereits von 200 auf 400 pro Jahr verdoppelt. Insbesondere in Entwicklungsländern unterminieren die Intensität und die steigende Anzahl von Katastrophen häufig jahrzehntelange Entwicklungsbemühungen und sind ein entscheidender Faktor für die Entstehung von humanitären Krisen. Effektive Risikoreduzierung- und Vorsorge von Katastrophen rettet Leben und begrenzt die Schäden“, so der Menschenrechtsbeauftragte. „Deshalb wird sich die deutsche Delegation während der Konferenz aktiv für eine neue globale Strategie einsetzen. Ziel muss es sein, bestehende Risiken für Katastrophen zu verringern, die Entstehung von neuen Risiken zu vermeiden, globale Maßnahmen der Katastrophenvorsorge zu erhöhen und Menschen und Institutionen und Staaten widerstandsfähiger zu machen gegenüber den Auswirkungen von Naturgefahren und Extremwetterereignissen.“ „Bereits seit Jahren engagiert sich das Auswärtige Amt für effektive humanitäre Katastrophenvorsorge bestehend aus Risikoanalyse, Katastrophenvorbeugung und Vorbereitung auf den Katastrophenfall, der sogenannten „Preparedness“. Dies bleibt auch unser Hauptanliegen für die neue Strategie, die am Ende der 3. Weltkonferenz der Vereinten Nationen am 18. März verabschiedet werden soll.“ Zusätzlich zur Weltkonferenz der Vereinten Nationen wird Christoph Strässer auch verschiedene Termine mit der japanischen Zivilgesellschaft zum Thema Todesstrafe wahrnehmen. Das Thema Menschenrechte und insbesondere die Todesstrafe waren auch die Hauptanliegen des Menschenrechtsbeauftragten auf seiner Pakistanreise gewesen. Hintergrund: Die 3. Weltkonferenz der Vereinten Nationen zur Risikoreduzierung von Katastrophen findet vom 14. bis 18. März in der nordostjapanischen Stadt Sendai statt. Über 16 Staats- und Regierungschefs, 6 Außenminister sowie 60 Minister werden an der Konferenz teilnehmen. Insgesamt werden über 6000 Delegierte erwartet und über 100 Parlamentarier. Ziel der Weltkonferenz ist die Verabschiedung einer globalen Strategie zur Risikoreduzierung von Katastrophen mit einer Laufzeit von 15 Jahren. Der derzeitige Aktionsplan, das Hyogo Framework for Action, läuft dieses Jahr aus. Weiterführende Links http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/HumanitaereHilfe/130412_HuHi_Preparedness_node.html www.wcdrr.org