Christoph Strässer

10.11.2014

Strässer: "Rechte von Frauen weltweit besser schützen"

„Am 09. November erinnern wir uns an den Fall der Mauer in Deutschland und damit an die Überwindung der deutsch-deutschen Teilung. An vielen Stellen in der Welt sind Mauern aber noch nicht gefallen, Teilungen nicht überwunden“, so eröffnet Anneka Beck, Vorsitzende von Münsters SPD-Frauen die Diskussionsveranstaltung mit dem Bundestagsabgeordneten Christoph Strässer. Auf Einladung von Strässer und Münsters SPD-Frauen diskutierten am Sonntag knapp 50 Gäste im Theatercafé über Menschenrechte und Humanitäre Hilfe vor dem Hintergrund zahlreicher aktueller Konflikte und Krisen in der Welt. Dabei stand besonders die Rolle von Frauen bei diesen Konflikten im Fokus. „Frauen sind bei Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen oft Opfer von Unterdrückung und sexualisierter Gewalt“, erklärte Strässer, „Frauenhandel und Vergewaltigungen als strategisches Mittel der Kriegsführung beispielsweise haben in den letzten Jahren stark zugenommen“, so der Abgeordnete weiter. „Wir wissen aber auch, dass Konfliktprävention und -nachbereitung überall dort besser funktioniert, wo Frauen stark in diese Prozesse eingebunden sind. Wir müssen also in Zukunft noch mehr dafür tun, dass die Rechte der Frauen weltweit geschützt werden und wir müssen Frauen vor allem bei der Prävention und Nachbereitung von Konflikten stärker als bisher einbinden.“ Bei der Diskussion mit dem Publikum wurden die Flüchtlingspolitik und der Umgang mit Menschenrechtsverletzungen weltweit thematisiert. „Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und zeigt, dass die Themen Menschenrechte und Humanitäre Hilfe sowie die Rolle der Frauen in Konflikten die Menschen in Münster beschäftigen“, resümierte Moderatorin und Frauenbeauftragte der SPD Münster Anneka Beck abschließend. Aufgrund der Fülle der Fragen und des großen Interesses sagte Strässer eine Wiederholung der Veranstaltung in der ersten Jahreshälfte 2015 zu.