Christoph Strässer

28.09.2014

Menschenrechtsbeauftragter Christoph Strässer nimmt an

Ich bin außerordentlich erfreut darüber, dass es heute in Belgrad zur ersten Pride Parade seit vier Jahren kommt – ich nutze diese Gelegenheit sehr gerne, um als Teilnehmer der Parade meine Unterstützung für die serbische und internationale LGBTI-Community auszudrücken und gegen gesellschaftliche Vorurteile und Ausgrenzung zu demonstrieren. Die Abhaltung der Parade ist auch ein wichtiges Signal für die Beitrittsverhandlungen Serbiens mit der Europäischen Union. Die serbische Regierung erfüllt damit die ihr obliegende Aufgabe, ihren Bürgern das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu garantieren und sie vor Übergriffen durch gewaltbereite Gruppen zu schützen. Ich ermutige Serbien, diesen Weg weiter zu beschreiten. Nach wie vor sind Vorurteile gegenüber sexuellen Minderheiten in unseren Gesellschaften ein großes Problem. Vor diesem Hintergrund verstehe ich das Zustandekommen der Parade gleichermaßen als positives Anzeichen sowie weitere Verpflichtung dafür, dass sich die serbische Regierung heute – und in Zukunft – weiter für die Rechte und gegen die Ausgrenzung von LGBTI-Personen in Serbien und Europa einsetzt.