Christoph Strässer

15.08.2014

Menschenrechts­beauftragter Strässer zur Lage im Irak

„Der Vormarsch der ISIS-Terroristen im Irak stellt ein erschütterndes Ausmaß an Grausamkeit und Gewalt und einen erschreckenden Tiefpunkt für die Menschenrechtslage in der Region dar. Insbesondere das barbarische Vorgehen gegen Jesiden, Christen und andere religiöse Minderheiten birgt dabei die Gefahr von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Diese abscheulichen Menschenrechtsverletzungen müssen geahndet werden. Auch die sich dramatisch verschlimmernde humanitäre Situation der rund 1.2 Millionen Binnenflüchtlinge ist für die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft in keiner Weise hinnehmbar. Sowohl die irakische Regierung als auch die internationale Staatengemeinschaft müssen nun alle Anstrengungen unternehmen, um den Notleidenden schnell Hilfe zukommen zu lassen und den Schutz der Menschen umgehend und dauerhaft zu gewährleisten. Dies erfordert ein umfassendes humanitäres Engagement der internationalen Gemeinschaft und eine schnelle Ausweitung der internationalen Schutzmaßnahmen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat das Vorgehen der ISIS-Terroristen bereits in der vergangenen Woche auf das schärfste verurteilt und bleibt weiter mit der Lage befasst. Ich hoffe auch auf ein starkes Signal des Menschenrechtsrates.“