Christoph Strässer

07.08.2014

Strässer fordert Freigabe von Fluthilfegeldern

In einem Schreiben an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble fordert Münsters Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer (SPD), Gelder aus dem Fluthilfefonds des Bundes für Münster freizugeben. Der Fluthilfefonds wurde im Jahr 2013 im Zuge des Hochwassers in Ost- und Süddeutschland eingerichtet. Von den 8 Milliarden Euro des Fonds wurden bis jetzt jedoch nur 3,2 Milliarden abgerufen. Der Parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium, Steffen Kampeter, hatte Münster am Mittwoch eine Absage erteilt, da es sich hier um ein lokales Unwetter handele und deshalb die Kriterien für die Vergabe von Geldern aus dem Fluthilfefonds nicht erfüllt seien. Daher wendet Strässer sich jetzt in einem Brief direkt an den Minister. „Bei einer Katastrophe dieses Ausmaßes muss nach kurzfristigen und pragmatischen Lösungen für die Betroffenen gesucht werden“, fordert Strässer. „Man sollte daher wohlwollend prüfen, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, dass auch in einem Fall wie bei dem Unwetter in Münster der Fluthilfefonds eingesetzt werden kann“, so Strässer weiter. Das Land NRW zahlt jährlich 44 Millionen Euro in den Fluthilfefonds ein, „würde der Bund dem Land NRW die Mittel zur Verfügung stellen, die es eingezahlt hat, könnte bereits vielen Münsteranerinnen und Münsteranern kurzfristig geholfen werden.“