Christoph Strässer

05.08.2014

Christoph Strässer appelliert eindringlich an die Konfliktparteien, Zivilisten zu schonen und humanitäre Hilfe zu ermöglichen

„Ich bin erschüttert über die Menschenrechtsverletzungen und die humanitäre Lage in Gaza. Ich sehe mit größter Sorge die Gewalt in und um Gaza, bei der es in den letzten Tagen immer wieder zum Beschuss von ziviler Infrastruktur und UN-Einrichtungen gekommen ist. Insgesamt sind seit Beginn der israelischen Militäroperation „Protective Edge“ sieben UNRWA-Schulen, in denen sich Flüchtlinge aufhielten, beschossen worden. Menschen, die auch auf Aufforderung des israelischen Militärs ihr Zuhause verlassen haben, müssen einen sicheren Ort vorfinden können. Israel hat die Verantwortung, zivile Opfer zu vermeiden. Gleiches gilt auch für die Hamas, deren Kämpfer sich hinter der Zivilbevölkerung verstecken. Insgesamt sind seit der Eskalation der Gewalt über 1800 Palästinenser ums Leben gekommen, darunter viele Frauen und Kinder. 475 000 sind innerhalb von Gaza neu vertrieben. Dies trifft mich zutiefst. Die Elektrizitäts- und die Wasserversorgung sind stark beeinträchtigt. Abwässer können nicht mehr ausreichend behandelt werden. Die Gefahr von Seuchen steigt. Beide Seiten müssen so schnell wie möglich ihre Kampfhandlungen einstellen und die jetzt vereinbarte Feuerpause unbedingt einhalten, damit die dringend benötigte Hilfe die Zivilbevölkerung in Gaza erreichen kann.“