Christoph Strässer

03.07.2014

„Die Einführung eines Mindestlohn war überfällig!“

„Nun ist es endlich soweit. Mit der Abstimmung zu einem Mindestlohn wird heute ein sozialpolitisch längst überfälliger Weg beschritten. Nach über zehnjähriger Kraftanstrengung kommt der flächendeckende gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde für vier Millionen Beschäftigte ab 2015 in unserem Land. Das bedeutet auch für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Münster mehr Einkommensgerechtigkeit“, freut sich Christoph Strässer über die Umsetzung einer der zentralen SPD-Forderungen. Der Mindestlohn gilt für alle Branchen, in Ost und West gleich. Damit setzt die SPD einen historischen Meilenstein in der Arbeitsmarktpolitik. Es gibt Übergangszeiten und Ausnahmen. „Könnte die SPD ohne die CDU/CSU entscheiden, hätten wir den Mindestlohn gänzlich ohne Ausnahmen beschlossen. Aber spätestens ab 2017 bekommen alle Branchen 8,50 Euro“, so Strässer. Jahrzehnte haben Gewerkschaften, Sozialverbände, Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit der SPD für einen solchen Mindestlohn gekämpft. „Trotz der Ausnahmen ist die Einführung des Mindestlohnes deshalb ein historischer Schritt, der unserem Land gut tun wird“, so Strässer. Der Münstersche Bundestagsabgeordnete stellte die Entscheidung für einen gesetzlichen Mindestlohn zudem in einen europäischen Kontext: „In Luxemburg gibt es ihn seit 1944. In Frankreich seit 1950. In den Niederlanden und Spanien gibt es ihn seit 1968. In Belgien seit 1975. Sogar das liberal orientierte Großbritannien hat ihn seit 1999. In Kroatien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und auch in den neuesten Mitgliedsländern Bulgarien und Rumänien gibt es gesetzliche Mindestlöhne. Über hundert Staaten haben laut der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) einen Mindestlohn. Die Einführung in Deutschland war und ist deshalb längst überfällig. Zulange haben Bedenkenträger die positiven Effekte für Arbeitnehmer, Arbeitsmarkt und Gesamtökonomie ignoriert und kleingeredet.“