Christoph Strässer

19.06.2014

Deutsche Soldaten nach Afrika – wozu?

Am gestrigen Dienstag Abend stellte sich Christoph Strässer im Bremer Überseemuseum einer intensiven Diskussion zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Unter dem Motto „Deutsche Soldaten nach Afrika – wozu?“ diskutierte er gemeinsam mit Emanuel Matondo unter der Moderation von Dr. Elke Grawert vom Bonn International Center for Conversion (BICC). Durchaus kontrovers wurde erörtert, wann und unter welchen Voraussetzungen militärische und humanitäre Interventionen notwendig sind. Aus Sicht von Christoph Strässer sind präventive Maßnahmen wie Krisenprävention, eine an Good Governace ausgerichtete Entwicklungszusammenarbeit sowie Instrumente zur Friedenskonsolidierung wesentliche Elemente der internationalen Friedens- und Sicherheitspolitik. Gleichwohl, so zeigt sich Christoph Strässer überzeugt, können Entwicklungen auftreten, die ein militärisches Intervenieren erforderlich machen, um durch dieses Menschenleben zu schützen und zu retten. Geschehe dies nicht, bestehe die Gefahr, dass die internationale Gemeinschaft – wie bei den Ereignissen in Ruanda vor rund 20 Jahren – ihrer Verantwortung nicht gerecht werde. Das gilt es aus Christoph Strässers Sicht zu verhindern. Einigkeit bestand darüber, dass eine intensive öffentliche Debatte – auch angestoßen durch die letzten Stellungnahmen des Bundespräsidenten – der Bedeutung des Themas die notwendige Aufmerksamkeit verschafft. Organisiert wurde die Veranstaltung von den AFRIKA-FreundInnen Bremen e.V in Zusammenarbeit mit dem Bremer Friedensforum sowie mit dem Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung.