Christoph Strässer

11.07.2013

WN: Alterssicherung Thema beim Seniorenverband BRH

Nein, von der Bespitzelung durch die Geheimdienste wusste der Bundestagsabgeordnete nichts. Beim Seniorenverband BRH im Stadthotel stand Christoph Strässer kompetent Rede und Antwort. Sein Hauptthema war die die Rentenversicherung. „Wir brauchen eine Mindestrente von 850 € in Deutschland!“ Zur Finanzierung soll die Erbschaftssteuer erhöht und die Vermögenssteuer aktiviert werden; bislang ist diese wegen der geringen Anrechnung des Grundbesitzes durch den sogenannten Einheitswert ausgesetzt. Strässer zeigte das Beispiel der kapitalgedeckten Altersvorsorge bei Rechtsanwälten auf. Doch die Rücklagen in der Deutschen Rentenversicherungen wurden immer wieder geplündert, nach den beiden Weltkriegen und auch bei der deutschen Wiedervereinigung. Der Steueranteil für versicherungsfremde Leistungen müsste höher sein, darin waren sich allen einig, dazu die geringe und unterschiedliche Anrechnung der Erziehungszeiten. Doch dafür fehlen zweistellige Milliardenbeträge im Bundeshaushalt. - „Geld wird ins Ausland verschwendet; und dann verhöhnen die irischen Banker die Bundeskanzlerin noch“, beschwerte sich ein Teilnehmer laut. Auf Skepsis stieß der Lösungsvorschlag der Bürgerversicherung, bei der alle verpflichtet einzuzahlen. Es gibt keinen Wettbewerb und schlechteren Schutz vor Zweckentfremdung. „Ich stehe auf Ihrer Seite, wenn es in den Medien die Lage des Beamtenstandes verzerrt wiedergegeben wird“, schloss Christoph Strässer seien moderaten Vortrag. Autor: Walter Borrmann