Christoph Strässer

08.07.2013

Christoph Strässer auf dem internationalen Sommerfest auf dem Sprickmannplatz

So viele Besucher hatte das internationale Sommerfest auf dem Sprickmannplatz schon lange nicht mehr. Die mehr als 1000 Gäste genossen Musik, Essen und Tanz – und sie zeigten damit wieder einmal, wie gut das interkulturelle Zusammenleben in der Schleife funktioniert. Die Mitglieder der internationalen Frauengruppe standen in aller Frühe auf, damit die großen Töpfe mit Gemüse- und Fleischgerichten aus Eritrea pünktlich zur Mittagszeit servierfertig wurden. Das feuerrote Zigni war tatsächlich so scharf, wie es aussah – und trieb den bereits schwitzenden Besuchern zusätzliche Schweißperlen auf die Stirn. Ansprechendes Unterhaltungsprogramm Aber nicht nur zum gemeinsamen Essen waren die Anwohner gekommen. Der größte Anziehungspunkt war die Bühne, auf der ein ansprechendes Unterhaltungsprogramm stattfand. Schon die Kleinsten wagten sich hier vor ein großes Publikum. Den Anfang machten die jungen Sängerinnen des deutsch-russischen Kinderchors „Die Sonnenblumen“. Darauf folgte eine beeindruckende Showeinlage der Hip-Hop-Gruppe „Battle Sonic“. Die Jugendlichen hatten nicht nur Rhythmus im Blut, sondern auch eine ordentliche Portion Mut und meisterten sogar Überschläge souverän. Besonders beliebt bei den Kindern waren das Trampolin und der Schminkstand, wo sie sich in wilde Tiere oder bezaubernde Schmetterlinge verwandeln konnten. Ausklang mit Partyband Auf der Bühne ging es währenddessen weiter im Programm. Am Nachmittag boten die Band der Musikschule Greven-Emsdetten ein zweistündiges Musikprogramm. Drei russisch-deutsche Musiker traten mit der Balalaika auf, am Abend klang das Fest schließlich mit der Partyband „Die Krönung“ aus. In diesem Jahr hatte erstmals das Begegnungszentrum die Organisation des Festes übernommen und es so gleichzeitig mit seinem 25-jährigen Bestehen verknüpft. „Es geht uns hier um das interkulturelle Miteinander“, betont Thomas Kollmann, geschäftsführender Leiter des Begegnungszentrums. Die Gemeinschaft in der Kinderhauser Schleife werde durch solche Großveranstaltungen wie das internationale Sommerfest noch mehr gestärkt. „Man kennt sich, man hilft sich und man nützt sich gegenseitig“, ergänzt Lothar Esser, Vorsitzender des Vereins. Niedrige Wahlbeteiligung Eine Besonderheit in diesem Jahr waren die Informationsstände von politischen Parteien. Kollmann ist bewusst auf die Parteien zugegangen und hat um ihre Präsenz beim Sommerfest gebeten, damit sich die Anwohner über die bevorstehende Bundestagswahl informieren können. „Das ist wichtig“, so Thomas Kollmann. Er wies auf die niedrige Wahlbeteiligung hin und hofft, dass die Informationen dazu beitragen, dass mehr Bewohner aus der Schleife zur Wahl gehen. Auf dem Sprickmannplatz: Besucherrekord beim internationalen Sommerfest - Lesen Sie mehr auf: http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/msno/Auf-dem-Sprickmannplatz-Besucherrekord-beim-internationalen-Sommerfest;art2597,2056013#289262191