Christoph Strässer

25.06.2013

Bildung und Teilhabe bleiben das Ziel

Angesichts auslaufender Bundesmittel äußert die SPD in Münster ihre Sorge um die Fortführung der Schulsozialarbeit im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets. Die Mittel für diese Stellen laufen laut den Planungen der Bundesregierung zum Jahresende hin aus. „Ein Auslaufen der Bundesmittel wird unmittelbare Konsequenzen für die Fortführung der Angebote auch in Münster haben. Stellt der Bund die Finanzierung tatsächlich ein, hätte das fatale Folgen. Die Bundesregierung muss daher umgehend Sicherheit für die Finanzierung der Schulsozialarbeit auch über das Jahresende hinaus schaffen“, fordert der SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer. „In Münster konnten mit den Mitteln aus dem Bildungs- und Teilhabepaket 21,25 Stellen in der Schulsozialarbeit zusätzlich geschaffen werden. Diese kommen derzeit an 44 Schulen zum Einsatz. Insgesamt wurden mehr als 5.000 Beratungsgespräche geführt. Das zeigt einen enormen Bedarf und ist eine unersetzliche Unterstützung“, erläutert Robert von Olberg, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. „In Münster ist die Finanzierung der Stellen zwar auch im folgenden Jahr noch gewährleistet, da wir in 2011 die Mittel nicht ausgeschöpft haben. Dass wir als Stadt danach aber die Finanzierung aus eigener Tasche stemmen, ist angesichts der Haushaltslage wohl nicht darstellbar“, ergänzt von Olberg. Christoph Strässer unterstreicht die SPD-Position: „Der Bund darf die Kommunen nicht im Regen stehen lassen. Was sinnvoll angeschoben wurde, muss jetzt auch vom Bund weiter fortgeführt werden. Alles andere wäre vollkommen unverantwortlich gegenüber den Kommunen und den so geförderten Kindern und Jugendlichen und deren Eltern.“ Der Bundesrat und der Deutsche Städtetag haben jüngst gleich lautende Forderungen in Richtung Bund erhoben. Die SPD-Ratsfraktion möchte nun erreichen, dass sich der Rat der Stadt Münster diesen Initiativen anschließt.