Christoph Strässer

21.05.2013

SPD: Pille danach weiterhin nicht rezeptfrei

Als "wirklichkeitsfremd" kommentiert der münstersche SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer die Ablehnung des SPD-Antrags im Gesundheitsausschuss des Bundestages zur rezeptfreien Abgabe der "Pille danach". CDU/FDP hatten sich mit ihrer Stimmenmehrheit gegen das Anliegen der rezeptfreien Abgabe des Medikaments gestellt. "Während die Pille danach in 78 Staaten für Frauen rezeptfrei zugänglich ist können Frauen in Münster und dem Münsterland nicht sicher sein, das Notfallmedikament zu erhalten. Das empfinde ich als skandalös," so der SPD-Abgeordnete. SPD-Abgeordnete. Strässer hatte sich vor geraumer Zeit bei Pro Familia ausführlich über die Situation informieren lassen. Die Argumentation von CDU/FDP das Medikament gehöre durch die Verschreibungspflicht in ärztliche Hand ruft bei SPD-Gesundheitspolitikerin Beanka Ganser Verwunderung hervor: "Scheinbar trauen CDU/FDP den deutschen Apothekern die Beratungsleistung nicht zu, die in anderen Ländern längst Selbstverständlichkeit ist." Beid SPD-Politiker appellieren an CDU und FDP ihre "ideologisch Verweigerungshaltung" endlich im Interesse der Frauen zu überwinden.