Christoph Strässer

31.01.2013

„Kinder sind keine Soldaten“

Mit der Abgabe seines rot gefärbten Handabdruckes hat Christoph Strässer heute in Berlin ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindersoldaten gesetzt. Das Symbol der Aktion, die rote Hand, steht dabei für das „Nein“ zur Rekrutierung und zum Einsatz von Kindersoldaten. „Minderjährige sind besonders schutzbedürftig und müssen daher besonders davor geschützt werden, gewaltsamen Konflikten als Soldaten missbraucht zu werden“. In den Köpfen und in den Medien sei das Thema häufig nicht präsent und „daher wollen wir heute an das traurige Schicksal der vielen Kinder erinnern“, sagte Christoph Strässer am Rande der Aktion. Die gesammelten roten Handabdrücke sollen der UN-Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für Kinder und bewaffnete Konflikte, Leila Zerrougui, als Ausdruck der Solidarität des Deutschen Bundestages mit den Kindersoldaten übersendet werden. Bei vergangenen Aktionen setzten über 370.000 Hände ein deutliches Zeichen gegen die Ausbeutung von Kindern in gewaltsamen Konflikten. Anlässlich des bevorstehenden Red Hand Days am 12. Februar 2013 soll öffentlich auf das Schicksal der weltweit rund 250.000 Kinder hingewiesen werden, die als Kämpfer, Träger, Nachrichtenübermittler oder Spione im Einsatz und dabei in großer Gefahr sind. Allein in Afrika soll rund die Hälfte aller Kindersoldaten im Einsatz sein. Dabei weisen Berichte von internationalen Hilfsorganisationen darauf hin, dass auch in den aktuellen Konflikten in Mali und in der Zentralafrikanischen Republik Minderjährige an Kämpfen beteiligt sind. Neben der Gefahr durch aktive Kampfhandlungen, werden viele Kinder Opfer sexueller Gewalt und finden aufgrund der erlebten Traumata nach dem Krieg nicht zurück in ein normales Leben.