Christoph Strässer

23.11.2012

„Kürzung der Entwicklungshilfe ist ein Skandal“

„Wenn noch nicht einmal ein reiches Land wie die Bundesrepublik sich bemüht, das Ziel von nur 0,7 Prozent des Bruttosozialproduktes für Entwicklungshilfe bereitzustellen, wer soll es denn dann tun?“ Fragt sich der Münstersche SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer, nachdem der Bundestag während der gerade laufenden Haushaltsberatungen beschlossen hat, den Haushalt des Entwicklungshilfeministeriums um rund 124 Millionen Euro zu kürzen. Strässer, der Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion ist: „Es ist wirklich ein Skandal“, daß die Regierungsfraktionen sogar gegen den Widerstand des Ministers Niebel die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit massiv kürzen. Schon vor 42 Jahren verpflichteten sich die Industrienationen 0,7 Prozent des Bruttosozialproduktes für Entwicklungszusammenarbeit auszugeben. Deutschlands Quote liegt nun bei mageren 0,5 Prozent.“ Besonders peinlich findet Strässer die Tatsache, dass Bundesminister Niebel, obwohl er gegen diese Kürzung eintrat, am Ende im Bundestag selbst dafür stimmte.