Christoph Strässer

08.11.2012

Strässer: „Betreuungsgeld: Schwarz-Gelb erweist Kommunen einen Bärendienst“

„ Anstatt massiv in den Ausbau der Kitaplätze zu investieren, wird mit dem Betreuungsgeld in Höhe von geschätzten 1,5 Milliarden Euro ein antiquiertes Familien- und Frauenbild subventioniert, das erwiesenermaßen der Förderung von Kindern aus bildungsfernen Familien schadet. Damit hat Schwarz-Gelb den Kommunen einen Bärendienst erwiesen“. Mit diesen Worten kritisierte der Münstersche SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer den Beschluss der Bundesregierung zur Einführung eines sog. Betreuungsgeldes. „Gegenüber dieser enormen Geldverschwendung fallen die 177 Millionen Euro, die das Bundesfamilienministerium dem Programm „Frühe Hilfen“ in den kommenden drei Jahren zur Verfügung stellt und die Kristina Schröder als großen Erfolg feiert, ziemlich mickrig aus“, so Strässer weiter. Diese Klientelpolitik von CDU/CSU und FDP verhindert einen schnellen Kita-Ausbau, der insbesondere Alleinerziehenden, einkommensschwachen Familien und vielen Kindern von Zuwanderern helfen würde. Strässer: „Die Koalition hat damit – wie so oft in den vergangenen drei Jahren – bewiesen, dass sie lediglich mit Ach und Krach über die Runden kommen will. Für eine verlässliche und zukunftsorientierte Politik fehlt Schwarz-Gelb sowohl der Wille als auch die Kraft.“