Christoph Strässer

26.04.2012

Gerechtigkeit für die Opfer des Bürgerkriegs in Sierra Leone

Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt den Schuldspruch gegen den ehemaligen liberianischen Präsidenten Charles Taylor. Mehr als 120 000 Menschen sollen während des Bürgerkriegs in Sierra Leone von 1991-2002 getötet worden sein, den Taylor vom Nachbarland Liberia aus steuerte. Unvorstellbare Gräueltaten wurden begangen; Menschen wurden vergewaltigt, verstümmelt, versklavt. Charles Taylor ist der erste afrikanische Staatspräsident, der sich vor einem in-ternationalen Gericht verantworten muss. Die Beweisführung war für die Staats-anwaltschaft äußerst kompliziert. Umso wichtiger ist für die Opfer der heutige Schuldspruch. Mit diesem Urteil wird die internationale Strafgerichtsbarkeit ge-stärkt und das Signal in die Welt gesandt, dass Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht mehr straflos bleiben. Taylor droht die Höchtsstrafe; das Strafmaß wird erst später verkündet.