Christoph Strässer

01.12.2011

Strässer und Ganser: „Wir fordern Ministerin Schröder auf, beide Mehrgenerationenhäuser zu fördern.“

Münster hat momentan zwei Mehrgenerationenhäuser – nur eines davon soll auch in Zukunft die überlebensnotwendigen Fördermittel vom Bund erhalten. Das Mehrgenerationenhaus der evangelischen Apostel-Kirchengemeinde Münster wird – so hat es die Bundesregierung beschlossen – nicht weiter gefördert. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer bedauert die Entscheidung der Familienministerin: „Die Mehrgenerationenhäuser leisten sehr gute und wichtige Arbeit. Dass so eine ehrenamtliche Arbeit nicht weiter gefördert wird, ist tragisch.“ Auch die Fraktion der SPD im Rat der Stadt Münster hat kein Verständnis für den negativen Bescheid. Ratsfrau Beanka Ganser hatte dem Familienministerium schon im Februar 2011 vorgeworfen wertvolle Zeit verstreichen zu lassen, statt sich um eine nachhaltige Anschlussförderung zu kümmern. „Es ist völlig unverständlich, dass die Familienministerin das Mehrgenerationenhaus der evangelischen Apostel-Kirchengemeinde öffentlich als Leuchtturmprojekt bezeichnet, die Förderung aber jetzt einstellen will.“ Auch Strässer hatte sich mehrfach für den Erhalt beider Mehrgenerationenhäuser in Münster eingesetzt. So hat er gemeinsam mit der SPD-Bundestagsfraktion bereits im Juni 2011 einen Antrag auf den Weg gebracht, die Förderung der Mehrgenerationenhäuser zu erhalten. Ganser und Strässer fordern nun die Familienministerin Schröder auf, diese Entscheidung zu überdenken und rückgängig zu machen: „Die Ministerin sollte diese Streichung zurücknehmen. Alle Ratsfraktionen in Münster haben sich hinter die Arbeit beider Mehrgenerationenhäuser gestellt. Oberbürgermeister Lewe hat daraufhin der Familienministerin geschrieben und ebenfalls darum gebeten, beide Häuser in Münster weiter zu fördern, zumal die Stadt Münster beide Häuser mit einem Eigenanteil von je 10.000 Euro bezuschussen würde.“ Das Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhaus“ existiert seit dem Jahr 2006. Das Ziel ist es den Zusammenhalt der Generationen vor Ort zu stärken. In Münster gibt es seither zwei Mehrgenerationenhäuser, in Gievenbeck und an der Apostelkirche.