Christoph Strässer

26.10.2011

Strässer und Marquardt: „Auch der Standort Münster muss für die schwarz-gelbe Bundeswehrreform bluten“

Der Münsteraner Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer und der Handorfer SPD-Ratsherr Thomas Marquardt, kritisieren die Ankündigung des Bundesverteidigungsministers, am Standort Münster die Zahl der Soldaten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fast zu halbieren. „510 der 1300 Stellen werden in Münsters Bundeswehrstandorte verloren gehen. Damit muss auch Münster für eine überhastet und schlecht gemachte Bundeswehrreform bluten“ erklärte Strässer. Thomas Marquardt dementierte zugleich, dass die Schließung der Handorfer Lützow-Kaserne beschlossene Sache sei: „Wir haben keinerlei gesicherte Informationen darüber, dass die Lützow Kaserne geschlossen wird“ und weiter: „Das verunsichert die Soldaten und ist kontraproduktiv“. Der SPD-Ratsherr und Vorsitzende des Bundeswehrverbandes riet dazu, die Feinausplanung abzuwarten. Dem stimmte Strässer zu und bewertet es zwar als positiv, dass der Standort Münster nicht geschlossen würde. „Allerdings ist die quasi-Halbierung eine Belastung, die nicht nur für die Stadt Münster negativ ist, sondern die vor allem eine Belastung für die betroffenen Soldaten, Beschäftigten und von deren Familien darstellt.“ Sicher sei bislang, so Thomas Marquardt, dass die Lehrgruppe B, das Kreiswehrersatzamt an der Nieberdingstraße und eine Feldjägerkompanie aufgelöst werden.