Christoph Strässer

06.04.2011

Strässer: Gute Pflege für alle

„Angesichts der demografischen Entwicklung muss auch die Pflegeversicherung auf sichere Füße gestellt werden und als Bürgerversicherung ausgerichtet werden. Alle müssen einzahlen – auch Beamte und Selbstständige,“ resümiert SPD-Bundestagsabgeordneter Christoph Strässer nach einem Gesprächsabend zu den besonderen Herausforderungen in der Pflege. Als kompetente Gesprächspartnerinnen standen auf dem Podium Annegret Kemner-Heckmann (Pflegedirektorin des Evang. Krankenhauses) sowie Monika Klau-Fischer (Fachbereichsleiterin Pflege- und Gesundheitsdienste bei der Johanniter-Unfallhilfe) bereit. Veränderunsanforderungen an die Ausbildung für Fachkräfte in der Alten- und Krankenpflege wurden ebenso diskutiert wie auch der Personalmangel insbesondere im ambulanten Pflegebereich. Im Gespräch mit Pflegekräften, Angehörigen und Verbandsvertretern ließ sich der münstersche SPD-Bundestagsabgeordnete unter Moderation von SPD-Ratsfrau Beanka Ganser besondere Problemstellungen im Pflegebereich erläutern. Werden derzeit in Deutschland 2,4 Millionen Menschen gepflegt rechnet man 2030 mit mehr als 3 Millionen, 2050 mit 4 Millionen Pflegebedürftigen. Die stark wachsende Zahl von Pflegebedürftigen stellt nach Strässers Angaben die gesamte Gesellschaft vor besondere Aufgaben. Der SPD-Bundestagsabgeordnete hatte zuvor sowohl im Altenwohnheim St. Lamberti hospitiert wie auch eine Schicht auf der Geriatrischen Station im Evg. Krankenhaus absolviert. Strässer versicherte dem Pflegeperson hohen Respekt und Anerkennung für die oftmals schwere Tätigkeit. Seine Bereitschaft, sich für besondere Anliegen des Pflegepersonals im Deutschen Bundestag ein zu setzen wurde vom Publikum dankbar aufgenommen. Strässer ließ keinen Zweifel daran, dass alle Menschen einen Zugang zu qualitativ guter und menschlich ansprechender Pflege erhalten müssen und die Politik gefordert sei die Rahmenbedingungen solidarisch zu gestalten.