Christoph Strässer

01.09.2009

Austausch über neues Konzept der Kindergrundsicherung

Mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Christoph Strässer diskutierten Dieter Kaiser (Kinderschutzbund), Adelheid Kubitz-Eber (Pro Familia) und Clemens Roggenbuck (GEW) über Wege aus der Kinderarmut. Deren drei Einrichtungen gehören ebenso wie andere Verbände dem bundesweiten Bündnis Kindergrundsicherung an, das eine monatliche Kindergrundsicherung in Höhe von 500 € für jedes Kind fordert. Bei der Vorstellung des Konzepts wurde schnell deutlich, dass auch MdB Christoph Strässer eine eigenständige Grundsicherung für erstrebenswert hält. Angesichts des brisanten gesellschaftlichen Problems der Kinderarmut müsse man in diese Richtung gehen, so Strässer. Einig waren sich die Diskutanten auch darüber, dass mit Geldleistungen alleine das Problem der Kinderarmut nicht in den Griff zu kriegen sei. Notwendig seien flankierende Maßnahmen, wie sie beispielsweise das Memorandum Kinderarmut auf Landesebene fordert. Darin wird insbesondere auf die Notwendigkeit einer präventiven Ausrichtung der Kinder- und Jugendhilfe sowie des Bildungssystems hingewiesen. Der Zusammenhang von Kinderarmut und Bildungschancen, aber auch Gesundheit, liege nämlich -so die Diskussionsrunde- auf der Hand. Auch die Aufnahme der Kinderrechte in die Verfassung –so die einhellige Meinung- sei u.a. bei der Bekämpfung der Kinderarmut hilfreich. Das Kindeswohl und die Verpflichtung, für dieses Sorge zu tragen, erhielte so eine noch größere Gewichtung. Auch müssten endlich die Vorbehalte der Bundesregierung gegen die Kinderrechtskonvention der UN zurückgenommen werden, die die Lebenschancen von Migrantenkindern, die vielfach von Kinderarmut betroffen seien, noch mehr beeinträchtige. Zum Abschluss des Gespräches sagte MdB Strässer dem Aktionsbündnis seine Unterstützung bei der Bekämpfung der Kinderarmut zu.