Christoph Strässer

08.05.2009

Taiwan Beobachter bei Weltgesundheitsversammlung

Seit 1997 hat Taiwan vergeblich versucht, an Veranstaltungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilzunehmen. Nach 13 Jahren steter Bemühungen ist das Ziel nun erreicht. Die Generalsekretärin der WHO, Frau Dr. Chan, hat Taiwan am 28. April zur Teilnahme als Beobachter bei der nächsten Weltgesundheitsversammlung (WHA) eingeladen. Christoph Strässer unterstützt diesen Schritt als wichtigen Beitrag zur Einbindung Taiwans in das weltweite gesundheitliche Sicherheitsnetzwerk. Eine Zusammenarbeit aller internationaler Akteure im Weltgesundheitssystem ist gerade im Hinblick auf weltweite Pandemien wie SARS oder der Schweinegrippe, die vor nationalen Grenzen keinen Halt machen, von großer Wichtigkeit. Dieser Schritt verbessert Taiwans Zugang zu wichtigen Informationen und Ressourcen der globalen Gesundheitsförderung und sichert eine bestmögliche medizinische Versorgung. Zugang zur Gesundheitsvorsorge ist ein humanitäres Menschenrecht. Auch vor diesem Hintergrund befürwortet Strässer die Entscheidung. Die Einladung ist nicht zuletzt durch den guten Willen Chinas und der Unterstützung der USA sowie der EU zustande gekommen. Strässer sieht die Teilnahme Taiwans als Beobachter bei der WHA auch als Ergebnis der Annäherung zwischen Taipei und Peking in den letzten Monaten.