Christoph Strässer

16.03.2009

Mindestlohn ist wichtig für die Zeitarbeitsbranche

1350 vor allem mittelständische Mitgliedsbetriebe vertritt der in Münster residierende Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (IGZ). Sein Bundesgeschäftsführer, der Münsteraner Rechtsanwalt Werner Stolz, traf sich nun mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Christoph Strässer zum Informations- und Meinungsaustausch über die Entwicklung der Zeitarbeitsbranche. Ein Thema rückte im Gespräch schnell in den Mittelpunkt: Die Forderung nach einem Mindestlohn. Wiewohl die CDU bisher nicht bereit war, die Beschäftigten der Zeitarbeitsunternehmen mit in die Reihe der Branchen aufzunehmen, für die das Bundeskabinett Mindestlöhne fesgesetzt hat, forderte Werner Stolz genau dies. „Die Tatsache, dass es in der Branche auch Unternehmen gibt, die durch Zahlung von Niedrigstlöhnen bei Ausschreibungen Aufträge erhalten, bewirkt, dass sich die Tarif-, und auch die Ertragssituation der Unternehmen in der gesamten Branche nicht positiv genug entwickeln kann“ erklärte Stolz dem SPD-Politiker. Die IGZ hat nicht umsonst schon seit 2003 einen Tarifvertrag mit den DGB-Gewerkschaften abgeschlossen und damit für seine Mitgliedsunternehmen einen Mindestlohn von derzeit 7,51 Euro festgelegt. „Es wäre wichtig, dass die Zeitarbeit noch vor den Bundestagswahlen in die mit Mindestlöhnen geregelten Branchen aufgenommen wird“ pflichtete ihm Christoph Strässer zu und wusste zu berichten, dass aus dem Bundesarbeitsministerium bald ein neuerlicher Vorschlag zu erwarten sei, wie dies gelingen könnte. „Das ist sowohl aus sozialen, wie auch aus wirtschaftlichen Gründen wichtig und richtig“, so Strässer. Stolz und Strässer verabredeten, den Meinungsaustausch auch in Zukunft fortzusetzen.