Christoph Strässer

13.02.2009

„Wer die solidarische Krankenversicherung privatisieren will, spaltet die Gesellschaft“

Der Münsteraner Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer hat auf die Ankündigung der FDP, im Falle einer Mehrheit für Schwarz-Gelb nach der Bundestagswahl die Krankenversicherung vollständig zu privatisieren, scharf reagiert. Strässer griff besonders den Münsteraner FDP Bundestagsabgeordneten und gesundheitspolitischen Sprecher der FDP Bundestagfraktion, Daniel Bahr, an: „Die FDP zeigt einmal mehr ihr kaltes neoliberales Gesicht. Das Prinzip Privat vor Staat hat uns in der Finanzbranche gerade in die schwerste Konjunkturkrise der Nachkriegszeit geführt. Und nun will der Münsteraner Abgeordnete Bahr die gesetzliche Krankenversicherung mit ihrer Privat-vor-Staat-Ideologie kaputtmachen. Damit knüpft Bahr an die Kommunalpolitik der FDP in Münster an, die auch in unserer Stadt mit ihrer unsozialen Kürzungspolitik keinerlei Rücksicht auf die Interessen der Bevölkerungsmehrheit nimmt. Die FDP betreibt die soziale Spaltung Deutschlands. In den USA kann man sich gerade ansehen, welche katastrophalen Folgen eine ausschließlich private Absicherung von Lebensrisiken hat. Millionen Menschen haben weder Krankenschutz noch eine Alterversicherung, weil die privaten Versicherungen die Gelder verzockt haben. Der Vorschlag der FDP mache aber klar, so Strässer, dass Schwarz-Gelb keinesfalls Regierungsverantwortung erhalten dürfe nach der Bundestagswahl und fügte an: Die SPD will im Gegenteil eine Krankenversorgung mit einer Bürgerversicherung.