Christoph Strässer

04.12.2008

Gute Aussichten für teilweise Zweigleisigkeit Münster-Lünen

Die im Sommer 2008 in einem Gespräch zwischen Staatssekretär Achim Großmann und den Abgeordneten besprochene Lösung, einen Teil der Strecke, nämlich den 7,5 km langen Abschnitt Werne - Capelle vorzuziehen und zweigleisig auszubauen, rückt einer Realisierung näher. Seit langer Zeit ist für die Berufspendler ein Ärgernis, dass sie immer wieder Verspätungen in Kauf nehmen müssen, weil auf der eingleisigen Strecke verspäteter Fernverkehr Vorrang hat. Zwar ist der zweigleisige Ausbau der Strecke Münster – Lünen im Bundesverkehrswegeplan nicht im Investitionsrahmenplan des Bundes vorgesehen, weil die Maßnahme mit geschätzten 200 Millionen Euro Kosten in Konkurrenz zu anderen wichtigen Maßnahmen steht. Die Strecke Münster – Lünen ist aber eine wichtige Zuführung zum Rhein-Ruhr-Express (RRX) und daher für die Wirtschaftlichkeit dieser neuen schnellen Nahverbindung unverzichtbar. Bund und Land – der Bund mit der Vorfinanzierung von Planungskosten – treiben das Projekt RRX voran. Deshalb soll jetzt auch der Einstieg in den zweigleisigen Streckenausbau zwischen Münster und Lünen erfolgen. Die vier Abgeordneten haben nun in einem weiteren Gespräch mit Staatssekretär Achim Großmann am 2. Dezember 2008 die Zusicherung erhalten, dass der zweigleisige Ausbau des Teilstücks Werne – Capelle im sogenannten Fulda-Prozess in den Realisierungsplan des Bundes aufgenommen werden soll. Großmann: „Für diesen Ausbau brauchen wir nach Auskunft der Bahn keinen Grunderwerb, ich hoffe auf schnelles Planungsrecht. Ein erster Abschnitt hilft Verspätungen abzubauen, hat also positive Wirkung auf Pünktlichkeit und Fahrzeit“. Nun ist zu hoffen, dass das Land Nordrhein-Westfalen ebenfalls pragmatisch entscheidet und - statt weiter unrealistische Maximalforderungen zu erheben - Planungskosten vorfinanziert, damit die Benutzer des ÖPNV auf der Strecke Münster – Lünen bald erste Entlastung erfahren.