Christoph Strässer

24.11.2008

Strässer: Mit einheitlichen Verträgen Palliativversorgung absichern

Einen Brief mit der Bitte um Unterstützung hat SPD-Bundestagsabgeordneter Christoph Strässer an Gesundheitsministerin Ulla Schmidt überreicht. Absender des Briefes sind die Palliativmedizinerinnen und –mediziner in Westfalen-Lippe, deren Anliegen sich Strässer und SPD-Gesundheitspolitikerin Beanka Ganser zu eigen gemacht haben. Seit 2007 gehört die ambulante Palliativ-Versorgung zur Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. „In unseren Fachkreisen wird das Gesetz zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung sehr gelobt,“ so die münstersche Palliativmedizinerin Dr. Ulrike Hofmeister. Die anspruchsvolle Arbeit, die die Lebensqualität sterbender Menschen verbessern soll ist aber gefährdet. Grund ist nach Erläuterungen Hofmeisters die Weigerung der Krankenkassen in Westfalen-Lippe die flächendeckende Palliativversorgung finanziell abgesichert zu etablieren und auskömmliche Verträge mit den Ärzten auszuhandeln. Als „nicht hinnehmbar“ bezeichnet SPD-Bundestagsabgeordneter Christoph Strässer die Verhandlungsposition der Krankenkassen. „Wir haben ein gutes Gesetz gemacht und das muss umgesetzt werden,“ so der SPD-Bundestagsabgeordnete. Als „nicht geeignet für den Wettbewerb der Krankenkassen“ verdeutlicht SPD-Politikerin Beanka Ganser die Palliativversorgung. Deshalb appellieren die SPD-Politiker Strässer und Ganser an die Spitzenverbände der Krankenkassen, gemeinsam einheitliche Versorgungsverträge abzuschließen. Hiermit soll die „gesellschaftlich notwendige Arbeit“ der Palliativmediziner abgesichert werden. „Die Arbeit des Palliativnetz Münster erhält unsere volle Unterstützung,“ sind sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer und SPD-Ratsfrau Beanka Ganser einig. Mit einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung wurden 2007 mehr als 220 sterbende Patientinnen und Patienten in Münster durch das Palliativnetzwerk ambulant betreut.