Christoph Strässer

23.07.2008

Ausbau der Ausbaustrecke Münster-Lünen

Im Bundesverkehrswegeplan ist der zweigleisige Ausbau der Ausbaustrecke Münster-Lünen mit geschätzten Investitionskosten von ca. 200 Mio Euro vorgesehen. Diese Maßnahme steht allerdings in Konkurrenz zu anderen Investitionen in den Schienenverkehr Nordrhein-Westfalens, etwa dem Bau des dritten Gleises zwischen Oberhausen und der niederländischen Grenze und dem Bau des dritten Gleises zwischen Oberhausen und der niederländischen Grenze und dem Bau des Rhein-Ruhr-Expresses. Allein für diese Maßnahmen müssen ca. 3 Mrd. Euro aufgewandt werden. Im Investitionsrahmenplan des Bundes, der bis 2010 reicht, ist daher die Ausbaustrecke Münster-Lünen nicht vorgesehen Es gibt dazu auch noch keinerlei Planungsvorlauf bei der DB AG. Das war Anlaß für die vier SPD-Bundestagsabgeordneten Angelica Schwall-Düren, Rolf Stöckel, Christoph Strässer und Dieter Wiefelspütz, im Bundesverkehrsministerium mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Achim Großmann ein Gespräch zu suchen. Die vier Abgeordneten setzen sich dafür ein, diese Strecke auch vorrangig zu behandeln und damit insbesondere den regionalen Verkehr besser fließen zu lassen. Angesichts der knappen Investitionslinie konnte Staatssekretär Großmann eine Realisierung dieser Ausbaustrecke in den nächsten Jahren nicht zusagen. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung machte jedoch den Vorschlag, mit der DB AG nach Lösungen zu suchen, wie man den Verkehr in der Region Münster-Lünen optimieren könnte. Staatssekretär Großmann führte in dieser Angelegenheit Gespräche mit der DB AG und schlug vor, durch einen teilweisen zweigleisigen Ausbau Verspätungen abbauen zu helfen. Inzwischen hat die DB Netz AG dem Ministerium einen Vorschlag zukommen lassen, der ausweist, dass durch den zweigleisigen Ausbau im 7,5 km langen Abschnitt Werne-Capelle die Pünktlichkeit im Personenverkehr gesteigert werden kann. Die DB Netz AG ermittelt für diesen Teilabschnitt Kosten in Höhe von ca. 28,9 Mio Euro. Die DB Netz AG spricht bei einer möglichen Realisierung dieser Teilstrecke von einer Entspannung der Kreuzung der Regionalbahn untereinander in Capelle und von dem Vorteil, dass eine schlechte Abfahrtspünktlichkeit in Dortmund sich nicht mehr unmittelbar auf den Gegenzug übertragen kann. Der Parlamentarische Staatssekretär Achim Großmann hat Angelica Schwall-Düren, Rolf Stöckel, Christoph Strässer und Dieter Wiefelspütz über den Lösungsvorschlag der DB Netz AG unterrichtet. „Es wäre ein guter Einstieg, der den regionalen Personenverkehr schon deutlich verbessern würde“, so die erste Einschätzung der vier SPD-Bundestagsabgeordneten. „Klar ist, dass auch die deutliche geringere Investitionssumme von zunächst 30 Mio. Euro noch nicht zur Verfügung steht und von uns im Bundeshaushalt erst eingeworben werden muß“, so die vier regionalen Vertreter. Andererseits ist die Realisierung der gesamten zweigleisigen Maßnahme auf absehbare Zeit nicht finanzierbar. Essei deshalb der richtige Weg, mit diesem ersten Teilstück zu beginnen, und deshalb werde man sich dafür einsetzen, dass die Mittel bereitgestellt würden. „Dem Ministerium ist dafür zu danken, dass es sehr ergebnisorientiert Lösungsideen entwickelt hat und mit der Bahn einen interessanten Vorschlag unterbreitet hat. Jetzt kommt es darauf an, die Mittel für die Umsetzung dieses ersten Teilstücks einzuwerben.“