Christoph Strässer

11.05.2008

Christoph Strässer in Washington

„Wer die humanitären und rechtsstaatlichen Prinzipien aus welchem Grund auch immer in Frage stellt, untergräbt damit die Werte rechtsstaatlicher Gesellschaften“. Mit diesen Worten begründete Christoph Strässer, münsterscher SPD-Bundestagsabgeordneter und Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, sein Engagement für die Schließung des US-Gefangenenlagers in Guantanamo auf Kuba. Strässer reist vom 14. bis zum 16. Mai mit einer internationalen Parlamentariergruppe nach Washington, um in Gesprächen mit Vertretern von Senat, Repräsentantenhaus und Regierung der USA die Schließung von Guantanamo zu fordern. Die Reise wird von Amnesty International organisiert, die eine internationale Unterschriftenaktion von Parlamentariern gegen das berüchtigte US-Gefangenenlager initiiert hat. Am 11. Januar 2008, dem Jahrestags der Eröffnung von Guantanamo, konnte Amnesty International dem amerikanischen Kongress über 1.200 Unterschriften von Parlamentariern aus aller Welt übergeben. Strässer wird bei seinen Gesprächen mit den amerikanischen Partnern auch über die Auswirkungen der US-Praktiken im Kampf gegen den Terror sowie über Auslieferungsflüge und Geheimgefägnisse sprechen. Strässer: „Die amerikanischen Partner sollten sich daran erinnern, was einer ihrer hervorragendsten Präsidenten, Benjamin Franklin, einst sagte: Wer Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird beides verlieren.“