Christoph Strässer

18.04.2008

Bahnprivatisierung: Strässer bleibt skeptisch

„Das von Kurt Beck vorgelegte Konzept zur Teilprivatisierung des Nah- und Fernverkehrs der Deutschen Bahn AG kann nicht das letzte Wort sein“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer. Strässer hatte als Bundesparteitagsdelegierter der SPD Münster auf dem SPD Parteitag in Hamburg mit der übergroßen Mehrheit dafür gestimmt, dass die Deutsche Bahn AG nur über die Ausgabe von sog. stimmrechtslosen Aktien Privatkapital aufnehmen und diesen Aktionären damit keinen Einfluss auf die Unternehmenspolitik geben dürfe. Strässer fordert eine weitere Diskussion und eine Veränderung des derzeit vorliegenden Vorschlags, der vorsieht, dass bis zu 24,9% des Kapitals für den Personenfern- und Nahverkehr über die Börse aufgenommen werden kann: „Zwar ist positiv, dass im Gegensatz zu den bisherigen Plänen der integrierte Konzern Bahn nicht zerschlagen wird und insbesondere das Netz zu 100% dort verbleibt. Aber der jetzt vorliegende Vorschlag entspricht nicht dem Parteitagsbeschluss und kann deshalb auch nicht in dieser Form durchgewunken werden. Die SPD hat noch Diskussionsbedarf.“