Christoph Strässer

13.02.2008

„ Aufgeregtheit in der Diskussion ist kontraproduktiv für die Integration“

„Es ist wirklich nicht besonders hilfreich, wenn nun erneut die Integrationspolitik zum Wahlkampfthema wird. Die derzeitige Aufgeregtheit in den Reaktionen auf die Rede des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan hilft nicht weiter, sondern schadet nur“, so der münsteraner SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer. Der SPD-Politiker, Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, lehnt sowohl Maßnahmen ab, die zu weiterer Gettoisierung führen, wie die Einrichtung türkischsprachiger Schulen, als auch überzogene Reaktionen auf Erdogans Rede. „Wer jetzt die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei in Frage stellt beweist nur, dass er aus der Landtagswahl in Hessen nichts gelernt hat. Wir sollten uns lieber über die geeigneten Maßnahmen unterhalten, wie beispielsweise die Integration durch Spracherwerb besser zu organisieren ist. Erneut Wahlkampf gegen eine ganze Gruppe von Menschen zu machen, die seit vielen Jahren in unserem Land leben, großteils hier geboren und aufgewachsen sind und die wir stärker in unsere Gesellschaft einbinden müssen, statt sie zu stigmatisieren, ist unverantwortlich.“