Christoph Strässer

18.01.2008

Strässer an NRW Finanzminister Linssen: Sparkassenverband muss in Münster bleiben

Ich fordere Sie auf, alle Planspiele, die eine Schließung des Standortes Münster für den Sparkassen- und Giroverband zum Inhalt haben, nicht weiter zu verfolgen und zu Ihrem Wort zu stehen, dass der Standort Münster erhalten bleibt. Mit diesen Worten endet ein offener Brief, den der münsteraner SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer NRW-Finanzminister Linssen geschrieben hat. Strässer setzt sich in seinem Brief dafür ein, dass die NRW-Landesregierung den Interessen des westfälischen Landesteils und des Standortes Münster ebenso viel Aufmerksamkeit zukommen lasse, wie dem rheinischen Landesteil, so Strässer in dem Brief. Empört zeigt sich Strässer, dass Linssen, trotz bisheriger Zusicherung, den Standort Münster auch für einen fusionierten Sparkassen- und Giroverband zu erhalten, nun offensichtlich plant, Münster leer ausgehen zu lassen und damit, so Strässer, nicht nur über 300 Arbeitsplätze in Münster zu streichen, sondern im Ergebnis dem Finanzstandort Münster insgesamt großen Schaden zuzufügen. WORTLAUT DES OFFENEN BRIEFES VON CHRISTOPH STRÄSSER AN FINANZMINISTER LINSSEN: Sehr geehrter Herr Minister Linssen, mit Befremden habe ich von den Plänen in Ihrem Hause erfahren, im Zuge der geplanten Fusion der beiden Sparkassen- und Giroverbände in Nordrhein-Westfalen als alleinigen Standort des dann neuen Verbandes Düsseldorf auszuwählen und den Standort Münster zu schließen. Bisher haben Sie auch persönlich im Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen versichert, dass Sie Münster als Standort erhalten wollen. Nun muss ich, ebenso wie die Kolleginnen und Kollegen Landtagsabgeordneten und Kommunalpolitiker aus Münster, über Medienberichte erfahren, dass Sie im Gegenteil die Auflösung des Standortes in Münster planen. Ich halte ein solches Vorgehen für nicht akzeptabel und im Ergebnis für den Standort Münster und die Region für überaus schädlich. Nicht nur, dass mit der Auflösung des Standortes Münster über 300 Arbeitsplätze verloren gingen – dem Finanzstandort Münster wäre insgesamt großer Schaden zugefügt. Ich appelliere an Sie, den Interessen des westfälischen Landesteils und des Standortes Münster ebenso viel Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, wie dem rheinischen Landesteil. Ich fordere Sie auf, alle Planspiele, die auf eine solche Entscheidung hinauslaufen nicht weiter zu verfolgen und zu Ihrem Wort zu stehen, dass der Standort Münster auch für einen neu zu schaffenden fusionierten Sparkassen- und Giroverband erhalten bleibt. Mit freundlichen Grüßen gez. Christoph Strässer Mitglied des Deutschen Bundestages