Christoph Strässer

14.12.2007

Abgeordneter Strässer trifft Preisträger des EU-Menschenrechtspreises

Im Deutschen Bundestag kamen Christoph Strässer, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Menschenrechte und humanitäre Hilfe der SPD-Fraktion, und Salih Osman mit weiteren Bundestagsmitgliedern zum Gespräch zusammen. Osman warnte, die Situation im Krisengebiet Dafur sei dabei, sich weiter zu verschlechtern, es gebe inzwischen vier Mio. Binnenvertriebene und die Situation der Flüchtlinge sei dramatisch. Am Dienstag wurde der Sacharow-Preis des Europäischen Parlamentes an den „mutigen Mann, der zur Stimme Darfurs geworden ist“, wie es in der Laudatio hieß, verliehen. Salih Mahmoud Osman, sudanesischer Anwalt und Parlamentsabgeordneter, setzt sich seit 20 Jahren für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen in seiner Heimatregion Darfur ein, indem er ihnen durch seine Mitarbeit in der Sudanesischen Organisation gegen Folter kostenlosen Rechtsbeistand gewährt. Im Jahr 2004 wurde er selbst für sieben Monate ohne Anklage oder Gerichtsverfahren inhaftiert und erst nach einem Hungerstreik wieder freigelassen. Das Preisgeld in Höhe von 50 000 Euro will Osman für den Neubau von Schulen, die durch den Krieg zerstört wurden, verwenden. Damit würde ein Grundstein für den zivilen Wiederaufbau seines Landes gelegt werden.