Christoph Strässer

12.11.2007

Nein zum Bombodrom – Ja zum Erhalt einer Ferienregion

„Die zukünftige zivile Nutzung der Kyritzer-Ruppiner Heide muss bei der Regionalentwicklung oberste Priorität genießen“, sagte Christoph Strässer (SPD) als Reaktion auf zahlreiche Schreiben von besorgten Bürgern und Touristen aus Münster. „Die SPD hat sich auf ihrem Bundesparteitag klar zu diesem Thema positioniert. Nun kommt es darauf an, die Beschlüsse schnell umzusetzen.“ Seit Jahren kämpfen Anwohner und Touristen der Ferienregion zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern für den Erhalt einer einzigartigen Naturlandschaft und um Investoren. Bereits heute würden viele Investoren von der Aussicht, Tiefflieger und Lärm in direkter Nachbarschaft dulden zu müssen, abgeschreckt, so die Einschätzung von Experten. Sollte der Truppenübungsplatz in seiner bisher geplanten Form realisiert werden, ist mit erheblichen Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung des Bundeslandes zu rechnen. Die strukturschwache Region kann neben traditioneller Landwirtschaft lediglich auf den Tourismus als nachhaltiges Entwicklungspotenzial zurückgreifen. Auch dieser würde von den Auswirkungen eines derart großen Übungsareals erheblich betroffen sein. Die bis zu 1700 geplanten Einsätze von Bundeswehr und alliierten Kräften würden die Nutzungszahlen anderer Übungsplätze zusammen um ein Vielfaches übersteigen. „Der damit verbundene Fluglärm und die Belastung durch Munitionsabwürfe ist ein unzumutbarer Zustand für die Menschen vor Ort“, so Christoph Strässer. „Wenn man bedenkt, dass auf allen anderen Übungsplätzen die Einsatzzahlen aufgrund der negativen Auswirkungen für die Regionen heruntergefahren wurden, versteht man kaum, dass hier ein einzelner Ort und seine Bevölkerung einer solchen Belastung ausgesetzt werden.“ Bisher fehlte es im Deutschen Bundestag an nötigen Mehrheiten, um die zivile Nutzung des Übungsplatzes durchzusetzen. Doch der Bundesparteitag der SPD hat den Fraktionsangehörigen ein klares Votum mit auf den Weg gegeben. Nun ist es Aufgabe der Abgeordneten sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln aktiv für den Erhalt einer einzigartigen Ferienregion einzusetzen und die Bevölkerung vor den Folgen der militärischen Übungseinsätze zu bewahren. „Auch gegen die zu erwartenden Widerstände werde ich mich für eine Abänderung der bisherigen Pläne zur Nutzung des Truppenübungsplatzes in der Kyritzer-Ruppiner Heide einsetzen. Schließlich geht es nicht darum, die Lebensqualität der Menschen vor Ort und eine einzigartige Naturlandschaft zu erhalten“, so der SPD-Abgeordnete.