Christoph Strässer

27.08.2007

Strässer im Gespräch mit der Agentur für Arbeit:

Natürlich standen die Fragen nach der Entwicklung des Arbeitsmarktes und des Angebotes an Ausbildungsstellen in Münster im Vordergrund des Gespräches, das der SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer bei seinem Besuch in der Agentur für Arbeit Münster führte. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Münster, Wolf-Rüdiger Schwedhelm, bestätigte zwar die auch in Münster spürbare Entlastung des Arbeitsmarktes durch die anziehende Konjunktur warnte aber davor, zu glauben, das Ungleichgewicht auf dem Ausbildungsstellenmarkt würde sich damit automatisch entspannen. Normalerweise sei die Zahl der Bewerber zu dieser Zeit deutlich geringer als die Zahl der offenen Stellen – nun sei erstmals die Zahl der als offen gemeldeten Stellen und die Zahl der Bewerber um einen Ausbildungsplatz gleich groß. Dies würde sich zwar in den nächsten Wochen weiter entspannen, aber doch rechnet die Agentur für Arbeit Münster Ende September mit noch ca. 100 Jugendlichen, die dann noch keine Ausbildungsstelle haben. Der SPD-Politiker sprach aber auch das Engagement der Agentur für Arbeit an, das sich auf die Vorbereitung der Jugendlichen schon vor der Suche nach einem Ausbildungsplatz bezieht. „Mir scheint, dass in Münster zu wenig an den Schulen getan wird, um die Jugendlichen in ihrer Berufswahlorientierung zu unterstützen“ so Strässer. Der Leiter der Agentur für Arbeit wies darauf hin, dass die Agentur nicht unerhebliche Mittel zur Verfügung habe, um anteilig entsprechende Programme auch an Münsteraner Schulen zu unterstützen. „An den Schulen liegt es nicht, dass zu wenig passiert. Wir wissen, dass es dort großes Interesse an entsprechenden Programmen gibt. Da aber andere Institutionen, wie z.B. die Stadt Münster diese Berufsvorbereitenden Programme anteilig mitfinanzieren müssen, wird zu wenig bei uns abgerufen“, so Schwedhelm. Christoph Strässer drückte sein Unverständnis über diese Situation aus und appellierte an die Stadt Münster: „Es kann doch nicht sein, dass die Stadt Münster an der Zukunft ihrer Schüler spart und diese Angebote nicht wahrnimmt. Ich fordere die Stadt Münster auf, mit der Agentur für Arbeit entsprechende Abmachungen über gemeinsame Programme zur Berufvorbereitung in den Schulen Münsters zu treffen“.