Christoph Strässer

21.06.2007

Strässer begrüßt Qualifizierungspaket für Jugendliche

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer hat den Beschluss der Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag begrüßt, gemeinsam zu prüfen, ob überdurchschnittlich ausbildende Unternehmen durch einen Rabatt bei der Arbeitslosenversicherung entlastet werden können. „Ich halte es für richtig, das Engagement von Betrieben zu honorieren, die sich vorbildlich für Jugendliche einsetzen und über Bedarf ausbilden,“ so der Abgeordnete. Das heute von der Koalition im Deutschen Bundestag auf den Weg gebrachte Qualifizierungspaket für junge Menschen habe ein großes Potenzial, auch in Münster zusätzliche Ausbildungsressourcen in den Betrieben zu erschließen. „Mit dem geplanten Bündel an Maßnahmen wollen wir vor allem Jugendlichen mit schlechten Startvoraussetzungen noch besser unter die Arme greifen, um sie beim Einstieg in Ausbildung und Beruf zu unterstützen,“ sagte Strässer. „Daraus ergeben sich zusätzliche Chancen für die jungen Menschen auch in unserer Region.“ Für junge Arbeitslose wird die Koalition ein umfangreiches Eingliederungs- und Qualifizierungsprogramm auf den Weg bringen. Arbeitslose Jugendliche, die noch keinen Berufsabschluss haben, sollen dabei durch einen so genannten Qualifizierungskombi Perspektiven für das Nachholen eines Berufsabschlusses erhalten. Außerdem will die Koalition auf Initiative der SPD die Förderung so genannter Altbewerberinnen und Altbewerber am Ausbildungsmarkt durch die Bundesagentur für Arbeit verstärken. „Wir haben am Lehrstellenmarkt viele Jugendliche in Warteschleifen, die sich teilweise schon seit mehreren Jahren erfolglos um einen Ausbildungsplatz bemüht haben,“ weiß Strässer. Daher sei es ein erfolgversprechender neuer Ansatz und ein wichtiger Schritt zum Abbau der Altnachfrage, schwer vermittelbare Altbewerberinnen und Altbewerber künftig durch Eingliederungszuschüsse der Bundesagentur für Arbeit in betriebliche Ausbildung zu bringen. „Das Lernen in betrieblichen Arbeitsabläufen ist die Stärke des dualen Systems und sichert hochqualifizierten Fachkräftenachwuchs. Daher wollen wir zusätzliche betriebliche Ausbildungskapazitäten erschließen und die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe erhöhen,“ sagte der Abgeordnete. Für die Jugendlichen sehe das Maßnahmenpaket außerdem vor, die Berufsberatung zu verbessern und zu stärken. „Wir brauchen eine gute individuelle Beratung und Betreuung der Jugendlichen und eine ausreichende Berufsberatung an den Schulen“, so der Abgeordnete. Diese unterstützende Orientierungshilfe sei angesichts der breit gefächerten Bildungs- und Berufsmöglichkeiten dringend nötig. Daher solle auch geprüft werden, wie der Einsatz von „Paten“ ausgeweitet werden kann, die insbesondere Hauptschüler ab der achten Klasse individuell begleiten und in Ausbildung führen. „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit unserem Maßnahmenbündel vielen jungen Menschen wichtige und gute Chancen für ihre persönliche und berufliche Zukunft eröffnen, die sie ohne unsere Unterstützung nicht hätten,“ so der Abgeordnete am Rande der Ausbildungsdebatte im Deutschen Bundestag. Damit würden wichtige Weichen gestellt und der Ausbildungspakt sinnvoll ergänzt. „Um die geplanten Maßnahmen zum Erfolg zu führen, sind wir aber auch auf das Engagement und die Kooperationsbereitschaft der Wirtschaft angewiesen. Die Umsetzung kann nur gemeinsam gelingen,“ betonte Strässer. Er rief daher zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung auf, um sowohl den Ausbildungspakt als auch die vorgesehenen Begleitmaßnahmen aktiv und engagiert zu unterstützen. „Nur dann werden wir die Erfolge erreichen, die wir für die jungen Menschen brauchen.“