Christoph Strässer

26.03.2007

Strässer: Ratsmehrheit fehlt politische Souveränität

Wie sich die Fraktionen der Ratsmehrheit bei den Probeabstimmungen zur Wahl eines Sozialdezernenten verhalten haben, zeugt nicht von politischer Stärke, sondern im Gegenteil von fehlender Souveränität und verstößt gegen ungeschriebene Regeln demokratischen Regierens. Mit diesen Worten kommentierte der Vorsitzende der münsterischen SPD, der Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer die für diesen Mittwoch im Rat vorgesehene Wahl eines neuen Sozialdezernenten. CDU und FDP hatten sich bei Probeabstimmungen für den CDU-Kandidaten Thomas Paal entschieden. Ich kann die Ratsmehrheit nur dringend aufrufen, ihrer Verantwortung nicht nur gegenüber dem eigenen Parteiklientel gerecht zu werden. Es ist in Münster bisher guter Brauch gewesen, in der Stadtregierung auch einen Vertreter der größten Oppositionsfraktion am Tisch zu haben appellierte Strässer an CDU und FDP und fügte hinzu: Jochen Köhnke hat in den vergangenen Jahren schon als Integrationsdezernent eine hervorragende und über die Parteigrenzen hinaus hoch geschätzte Arbeit geleistet. Er ist der richtige Nachfolger für Agnes Klein.