Christoph Strässer

16.03.2007

„Münsters Studierende und Universität müssen für die Politik der Landesregierung bezahlen“

„Der Beschluss zur Einführung von Studiengebühren an der Universität Münster ist auf dem Mist der Landesregierung gewachsen“ kritisierten die münsteraner Abgeordneten Svenja Schulze und Christoph Strässer mit drastischen Worten den denkbar knappen Beschluss des Uni-Senats zur Einführung von Studiengebühren für das Erststudium an der WWU. Nach Ansicht der SPD führen Studiengebühren bildungspolitisch in die fünfziger Jahre zurück und schaffen eine Situation, in der „wieder der Geldbeutel der Eltern darüber entscheidet, welche Bildungschancen deren Kinder haben“, so der SPD-Vorsitzende Christoph Strässer. Seine designierte Nachfolgerin und Landtagsabgeordnete Svenja Schulze verstärkte die Kritik noch in Richtung Landesregierung: „Die schwarz-gelbe Landesregierung redet von Hochschulfreiheit und schiebt gleichzeitig die Entscheidung über die von ihnen beschlossenen Studiengebühren an die Hochschulen ab. Das ist keine Freiheit, dass ist politische Feigheit und zeigt einen kaum noch zu überbietenden Zynismus.“ Strässer und Schulze gratulierten im Namen der SPD Münster den tausenden von Studentinnen und Studenten zu ihrem Engagement, die bisher für ihr Recht auf ein kostenfreies Erststudium gekämpft haben und forderten sie auf, den Anspruch auf eine Gesellschaft, in der Bildungschancen vom Talent und Engagement und nicht vom Geldbeutel abhängt, nicht aufzugeben. „Sozialdemokraten stehen an der Seite der Studierenden und ihrer Eltern im Kampf für ein gerechtes und modernes Bildungssystem – wir werden die Studiengebühren für ein Erststudium wieder abschaffen“ versicherten die beiden Sozialdemokraten.