Christoph Strässer

23.01.2007

Vorgänge bei MZ: SPD attackiert Lensing-Wolff

Als „skandalöser Angriff auf Arbeitnehmerrechte und medienpolitische Entgleisung“ bezeichnet die Münsteraner SPD-Spitze die aktuelle Entwicklung bei der „Münsterschen Zeitung“ (MZ). In einer gemeinsamen Presseerklärung solidarisieren sich der SPD-Vorsitzende Christoph Strässer (MdB) und der SPD-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Heuer mit den fast 20 Redakteuren und Mitarbeitern der MZ-Lokalredaktion, die von ihrem Arbeitgeber „eiskalt auf die Straße gesetzt worden sind“. Die sogenannte Freistellung der bisherigen Redaktionsmitglieder und ihre faktische Aussperrung bewerten die SPD-Politiker als „beispiellosen Vorgang in der bundesdeutschen Medienlandschaft“. „Die Ereignisse im Verlagshaus Lensing-Wolff machen uns fassungslos und markieren einen absoluten Tiefpunkt unternehmerischen Handelns“, so Heuer und Strässer weiter. Ohne Rücksicht auf die Interessen der langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe die Verlagsleitung mit ihren Entscheidungen ein schlimmes Signal gegen soziale Verantwortung gesetzt. Für einen unabhängigen und qualitätsvollen Journalismus seien dies denkbar schlechte Voraussetzungen.