Christoph Strässer

04.12.2006

„Nicht beim Jubeln stehen bleiben“

„Die Arbeitsmarktzahlen im November sind erfreulich positiv“ konstatierte der münsteraner SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer und will doch nicht in die allgemeinen Lobeshymnen einstimmen. „Wir dürfen nicht dabei stehen bleiben, uns über den Rückgang von Arbeitslosigkeit zu freuen, wenn wir doch gleichzeitig wissen, dass schon heute Facharbeitermangel besteht“ gibt Strässer zu bedenken. Die Tatsache, dass die meisten Unternehmen in den vergangenen Jahren kaum noch ausgebildet haben, kann, so Strässer, „dazu führen, dass die Unternehmen nicht genügend in der Lage sein werden, den konjunkturellen Aufschwung zu nutzen. Darum ist es jetzt notwendig mehr in die Qualifizierung von Mitarbeitern und in die Ausbildung zu investieren.“ Um aber auch schon kurzfristig auftretenden Bedarf nach Facharbeitern auf dem Arbeitsmarkt ausgleichen zu können, ist es zudem nach Ansicht des SPD-Parlamentariers notwendig mehr in die Qualifizierung von Arbeitslosen zu investieren. „Die wirtschaftliche Belebung zwingt uns gerade auch dazu, den schon länger Arbeitslosen neue qualifizierte Perspektiven auf Arbeit zu eröffnen. Das ist nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern ebenso eine der ökonomischen Vernunft“, so Strässer.