Christoph Strässer

14.11.2006

Wichtig für die Wissenschaft und für Münster

„Nun folgt die Form auch endlich dem Inhalt. Funktionalität und Großzügigkeit des Gebäudes stehen dem Max-Planck-Institut und Münster gut zu Gesicht“ fasste der münsteraner SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer seine Eindrücke nach einem Besuch des neuen Gebäudes des „Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin“ in der Röntgenstraße zusammen. Der SPD-Politiker war während eines Rundganges durch die neue Wirkungsstätte des renommierten Institutes von den Direktoren Prof. Dr. Hans Schöler und Prof. Dr. Dietmar Vestweber u.a. über die Arbeitsbedingungen in den sechs Großlaboren informiert worden. Die neuen Arbeitsräume sind mit Tageslicht durchflutet und großzügig. Schon in die Planung waren beide Professoren mit einbezogen und konnten so wesentlich die nun umgesetzten Arbeitsbedingungen mitbestimmen. „Es ist für die Wissenschaftslandschaft wie auch in Folge für den Wirtschaftsstandort Münster von großer Bedeutung, dass es gelungen ist, dieses Institut mit diesem neuen Gebäude in der Stadt zu halten“ betonte der SPD-Politiker im Gespräch mit den beiden Wissenschaftlern. Das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin, dessen neues Gebäude im Mai 2007 offiziell eingeweiht wird, erforscht zum einen Funktionen und Ausbildung des Systems der Blutgefäße und ist zum anderen führend in der Forschung mit Stammzellen tätig. Seine Direktoren sind führende Wissenschaftler in ihren Disziplinen und Prof. Dr. Hans Schöler hatte zuletzt während des Neujahrsempfanges der Stadt Münster als Festredner 2005 öffentlich für die Stammzellenforschung geworben. Die Stammzellenforschung ist nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa nur unter restriktiven Bedingungen möglich. Die Wissenschaftler schilderten Christoph Strässer die Problematiken, die aus dieser Tatsache herrühren. So seien sie beispielsweise darauf angewiesen, Stammzellen von Firmen aus den Vereinigten Staaten einzuführen, was dazu führe, dass etwaige wissenschaftliche Arbeitsergebnisse, finanziert mit deutschen Steuermitteln, von amerikanischen Firmen patentiert und kommerziell genutzt würden. Über den Konflikt zwischen politisch-ethischer Entscheidung und wissenschaftlicher Praxis diskutierte der SPD-Politiker nicht zum ersten Mal. Christoph Strässer gehörte als Bundestagsabgeordneter in der vergangenen Legislaturperiode der „Enquete-Kommission für Ethik und Recht in der modernen Medizin“ an.