Christoph Strässer

10.11.2006

Knapp 10 Mio. Euro für humanitäres Minenräumen

In der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses wurden die Mittel für Minenbeseitigungsprogramme um 1,45 Mio. Euro auf 9,846 Mio. Euro erhöht. Dies ist hoffnungsvolles Signal für die von Minen gefährdeten Menschen in vielen Ländern der Welt. Zugleich ist es ein Erfolg für den Menschenrechtsausschuss, der sich intensiv für eine Erhöhung der Mittel eingesetzt hatte. Obwohl in den letzten Jahren weltweit zahlreiche Minenbeseiti-gungsprogramme durchgeführt wurden, werden jährlich noch im-mer 15.000 bis 20.000 Erwachsene und Kinder von Minen und Blindgängern getötet oder verstümmelt. Durch den Krieg im Libanon hat das Problem traurige Aktualität gewonnen. Von 1,2 Mio. abgeworfenen Streubomben ist nur etwa die Hälfte explodiert. Menschen in über 80 Ländern sind von Minen akut bedroht, darunter in Afghanistan, im Irak, in Kambodscha, Ne-pal und Sri Lanka, in Angola und in der DR Kongo. Von Minen und Blindgängern befreite Böden sind eine Grundvoraussetzung für den Wiederaufbau in Kriegsgebieten und für ein Leben in Frieden.